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David Pflugi

„Flächen gibt es nicht.“

Eine auf den ersten Blick merkwürdige und etwas provokant wirkende Behauptung, die sich bei intensiverer Auseinandersetzung als simple Wahrheit herausstellt – denn alles, was wir als Fläche wahrnehmen, offenbart sich bei ausreichender Vergrösserung als Relief, als eine unebene Landschaft mit Höhen und Tiefen.

Eine Fläche ist somit ein Trugbild, eine Illusion – und das ideale Beispiel dafür, dass die Welt um uns herum oftmals anders ist, als wir sie uns vorstellen.

Hinter dieser Aussage steckt der 1969 in der Schweiz geborene Künstler David Pflugi.

Bei einem Besuch in einem Steinbruch erkannte er in den dort gesehenen Steinbrocken Skulpturen und Formen – sofort war er fasziniert und inspiriert vom Medium Stein. Er nahm sich vor, den Steinen Leben einzuhauchen, und erlernte den Beruf des Steinhauers. Diese Ausbildung schuf die Grundlage für sein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen. Parallel dazu beschäftigte sich David Pflugi mit der Malerei. Diese beiden, üblicherweise getrennten Bereiche der bildenden Kunst fusionierten zum Fundament seines Schaffens.

Durch diese Vereinigung von Bildhauerei und Malerei erschafft David Pflugi dreidimensionale Reliefs und Skulpturen, auf denen er wiederum zweidimensionale Bilder entstehen lässt. Diese Einblicke sind jedoch nur wahrnehmbar, wenn der Betrachter das Werk aus den entsprechenden Perspektiven entdeckt. Je nach Blickwinkel ergeben sich völlig neue Bilder und Szenen und in den Räumen zwischen den Ansichten entstehen Figuren und Formen, ein wilder Tanz ungebändigter Farben.


Zusätzlich zum Formen und Malen integriert er auch Menschen und neue Medien in seine Kunst. Dies ist unter anderem bei seinen Performances zu erleben.

„David Pflugi fordert nicht Kontemplation, nicht Zuschauen, sondern Bewegung. Er bietet keine geheimnisvolle Eindeutigkeit, sondern Sensibilität gegenüber den Schichten der Wirklichkeit.“
– Prof. Dr. Manfred Faßler von der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main


David Pflugi möchte mit seinem kreativen Schaffen Leute bewegen und zugleich in Bewegung bringen. Durch das Wechseln des eigenen Standpunktes erhält der Betrachter Einblicke in weitere Perspektiven. Was ihm abverlangt wird, ist eine fast schon kindliche Neugier, eine Offenheit gegenüber dem Unerwarteten. Das Vertrauen wird dann mit einer Horizonterweiterung, mit einer schier unendlichen Fülle von Perspektiven belohnt.

Dieser Prozess geschieht meist unbewusst. Pflugis Werke schlagen eine unsichtbare Brücke zum offenen Menschen. Eine einladende Hand manifestiert sich aus dem Werk heraus, ergreift den Betrachter und schickt ihn durch die Tore der Neugier auf eine Entdeckungsreise.

Obwohl David Pflugi mit seinen Werken Standpunktwechsel erzeugt, nehmen er und seine Kunst keine feste Position ein. Denn zu jedem Thema existieren unendlich viele Wahrheiten.